Teures Laos

Laos ist teuer geworden. Das trifft besonders auf das Transportwesen zu und das, obwohl sich Busreisen seit 2013 massiv verschlechtert haben. Damals reiste man fast ausschließlich in großen Bussen von A nach B. Von Luxus konnte man da zwar nicht reden, aber es war mehr als ausreichend Platz für jedermann und Frau. Vor 2 Jahren wurden all diese Busse durch Minivans ersetzt (ausgenommen sind Touren von und in die Hauptstadt). Und ein Minivan hat nun mal deutlich weniger Platz, als ein Reisebus. Wenn du Glück hast, musst du deinen Sitzplatz mit niemandem teilen, aber Platz für die Füße hat man dennoch keinen, da dort unten das Gepäck (oder ein gackerndes Huhn) verstaut wird. Auch der Fahrpreis ist hoch. Höher, als in allen zuvor bereisten Ländern. Für 200 Kilometer eingepfercht im Van, bezahlst du hier 10 Euro. Zum Vergleich, für diesen Geldbetrag hattest du in Vietnam einen eigenen Liegesitz. In Malaysia kosten extra breite Sitze mit viel Beinfreiheit für die selbe Distanz gar nur 4-6 Euro. Aber nicht nur Busfahrten sind teuer, auch das Mieten eines Motorbikes kostet erstaunlich viel. Eine Tagesmiete – das sind 24 Stunden – beläuft sich in Thailand auf 5€, in Malaysia 6€ und in Vietnam gibt es sie bereits ab 3 Euro. In Luang Prabang (Laos) berechnete uns das Hotel ganze 10 Euro. Der höchste Betrag bisher. Dafür gab’s aber auch eine niegelnagelneue Yamaha. Und heute sind wir in Phonsavan. Eine eher langweilige, staubige Kleinstadt, fernab des Massentourismus. Ein fahrbarer Untersatz musste her, um das Umland zu erkunden. Aber auch hier verlangt man 10 Euro. Nein, nicht für 24 Stunden, sondern nur bis 18 Uhr, das wären in unserem Fall 7 Stunden gewesen. Die diversen Vermieter sahen aber keinen Grund für einen Preisnachlass. Dann eben nicht. Stattdessen kauften wir uns 2 (teure) Minivan-tickets, um die Stadt ehest wieder zu verlassen.

Dass Laos generell teurer geworden ist, hat sich in der vergangenen Woche gezeigt, wo wir an 2 aufeinanderfolgenden Tagen unser Budget überschritten haben. Das ist insofern bemerkenswert, da im vergangenen halben Jahr dieses tägliche Limit erst 9 mal nicht eingehalten werden konnte. Selbst im teuren Singapur schafften wir’s, unter 80 Euro pro Tag zu bleiben. Zugegeben, in der vergangenen Woche haben wir’s uns schon gut gehen lassen. Dennoch erschreckend.

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