Sabaidee Laos

2 volle Monate in Vietnam sind vorüber. Schade.

Good bye Vietnam
Hello Laos

22 Stunden Busfahrt (aufgeteilt auf 3 Etappen) später, sind wir in Luang Prabang, der bekanntesten und beliebtesten Stadt Laos‘.Etappe 1, von Sapa nach Dien Bien Phu mit dem Sleeping Bus, aber nicht dem für Touristen, sondern dem, den die Locals nutzen. Nachteil dabei, die begrenzte Beinfreiheit. Vietnamesen sind einfach kleiner. Kurz vor Fahrtantritt kämpfte ich noch mit der Verdauung. 5 Kohletabletten auf einmal, und alles war wieder in Ordnung.Etappe 2, von Dien Bien Phu zur Grenze und weiter nach Oudomxay mit einem medium-sized Bus. Wer auf Nummer Sicher gehen will (so wie wir), kauft sein Ticket 1 Tag im Voraus. Abfahrt 6 Uhr morgends. 20 Minuten davor waren wir vorort. „Oh no, the bus is gone, Sorry!“ Angeblich, weil er bereits voll war. Verärgert darüber, dass wir umsonst so früh aufgestanden waren, gingen wir frühstücken, denn der nächste Bus fährt um 7:30. Noch rechtzeitiger als zuvor, kehrten wir anschließend zurück zum Busterminal. Der Bus war noch da, aber schon voll. Zumindest in unseren Augen. Dass „voll“ aber Ansichtssache ist, zeigte sich in den folgenden Minuten. Jeder noch so kleine Winkel wurde besetzt. Viele Sitze wurden doppelt belegt, Klappstühle wurden platziert, manch einer musste sogar auf dem Boden sitzen. Der regulär 18-sitzige Bus teansportierte am Ende etwa 40 Personen. Für die 30 km bis zur Grenze benötigten wir über 1 Stunde. Und das eingepfärcht, wie in einer Legebatterie. Die Einreiseformalitäten waren zum Glück recht unproblematisch. Ein paar Dollar extra hier, ein paar Dollar zur Motivation da und schon wird man Willkommen geheißen. Weitere 6 Stunden im Zip-Ordner folgten.Etappe 3 von Oudomxay nach Luang Prabang, ebenfalls wieder im medium-sized Bus. Diesmal aber galt, 1 Person, 1 Sitzplatz. Insgesamt, eine gute Fahrt, wäre da nicht die blede Bitch gewesen, die dauernd auf den Boden, genau vor Clari’s Füße gespuckt hat. Unser Gepäck auf dem Dach hat’s ohne Spucke überlebt.Ein paar Infos zu unserem Zwischestopp in Dien Bien Phu: Eine historisch äußerst bedeutende Stadt, denn hier wurden im Indochinakrieg 1954 die Franzosen trotz Artillerieüberlegenheit von den Viet Minh geschlagen und damit das Ende des französischen Kolonialreichs in Indochina besiegelt. Gefallene Soldaten in der Schlacht um Dien Bien Phu: rund 13500. In den wenigen Stunden unseres Aufenthalts besuchten wir den Hügel A1, der für die Franzosen einen wichtigen Stützpunkt darstellte. Die Vietnamesen gruben allerdings innerhalb weniger Tage einen unterirdischen Tunnel und sprengten den Kommandobunker mit 1000 Kilogramm Sprengstoff, wobei eine Kompanie der französischen Armee getötet wurde.Zwischenstopp in Oudomxay: hier war ich bereits vor 6 Jahren. In besonderer Erinnerung blieb mir der Besuch in Souphailin’s Restaurant. Ein sehr kleines Restaurant, nur 2 Tische. Die Köchin, eine ältere Dame, betreibt dieses Lokal alleine und jedes Gericht wird von ihr frisch zubereitet. Aber immer eins nach dem anderen. Sind mehrere Gäste anwesend, so kanns dann schon mal mehrere Stunden dauern, bis man endlich sein Essen bekommt. Die lange Zeit bis dahin, vertreibt man sich mit dem Lesen der Gästebücher. Aber das Warten lohnt sich allemal. Denn ich durfte damals das beste Steak in meinem Leben verzehren. Natürlich hatte ich mich auch im Gästebuch verewigt. Und nun, 6 Jahre später, ist mein Eintrag immer noch Teil der Sammlung…

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