Krankenhaus

Alles andere als geplant, sind die vergangenen Tage verlaufen. Bereits vor Abreise aus Cat Ba ging’s Clari schlecht. Doch die Fähr- und Bustickets waren bereits bezahlt, das neue Hotel gebucht. Ein paar Imodium und die 5 stündige Fahrt würde schon nicht so schlimm werden. Aber bereits die Fahrt zum Boot mussten wir mehrmals für eine Toilettenpause unterbrechen. Nach der Überfahrt aufs Festland war endgültig klar, dass es so nicht weitergehen konnte. Wir müssten ein Krankenhaus aufsuchen. Ein Mitarbeiter des Busunternehmens zeigte Verständnis und meinte, wenn wir es schaffen würden, in 3 Stunden wieder zurück zu sein, könnten wir den letzten Bus des Tages ohne Zusatzkosten nehmen. Mit dem Taxi ging’s dann ins nahegelegene Provinzkrankenhaus.

Eine Horde Krankenschwestern schien uns bereits zu erwarten. Englisch verstand von ihnen niemand, aber Google Translate war eine große Hilfe. Kurzerhand wurde Clari an den Tropf gehängt. Blutdruck wurde ebenfalls gemessen, aber das war’s dann auch. Für recht viel mehr schienen die dort auch nicht gerüstet zu sein.

Während Clari ein Schläfchen auf der harten Matte hielt, machte ich mich auf die Suche nach einem Geldautomaten, um die Krankenhausrechnung begleichen zu können. Leider war die Umgebung ebenso einfach, wie das Krankenhaus und Geldautomaten nicht vorhanden. Aber zum Glück kein Problem, wie sich beim anschließenden Gespräch mit den Schwestern zeigte. 200.000 VND, also nicht mal 8 Euro wären dafür zu bezahlen.

Auf der Suche nach der Krankenhaustoilette

Da es Clari eine Spur besser zu gehen schien, machte ich mich auf die Suche nach einem Taxi zur Busstation. Aber auch hier wurde ich wieder nicht fündig. Zum Glück fand sich ein Mopedfahrer, der uns samt Gepäck in 2 Etappen und in letzter Minute ans Ziel brachte. Vorort die Ernüchterung, der Bus war voll. Da wir aber nicht die einzigen gestrandeten Touristen waren, wurde ein Minivan organisiert, der uns dann – tiefgekühlt – nach Tam Coc brachte. Dort wurden wir in herzlichster Weise von den Besitzern des kleinen Hotels willkommen geheißen. Clari ging’s aber weiterhin schlecht und über Nacht bekam sie hohes Fieber. Um eine etwaige Malariaerkrankung ausschließen zu können, würden wir am nächsten Morgen erneut ein Krankenhaus aufsuchen müssen. Mittlerweile ging’s auch mir schlecht und ich verbrachte mehr Zeit auf der Toilette, als sonst wo. Die Hotelbesitzer waren sehr hilfsbereit und brachten uns mit ihrem Jeep ins Krankenhaus. Das Personal vorort hatte aber gerade Mittagspause. Ein Mitarbeiter meinte – aufgrund unserer Schilderungen – dass das bestimmt kein Malaria wäre. Das müsste vorerst genügen. So machten wir uns wieder auf, zurück ins Hotel, wo wir nun so lange im Bett liegen und Pillen einwerfen werden, bis wir wieder fit sind und die traumhafte Landschaft so richtig genießen können.

1 Kommentar zu „Krankenhaus

  1. Gott sei Dank ist alles gut ausgegangen. Wir sind froh

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