Trang An & Bai Dinh

Wieder einmal mussten wir uns beeilen, um dem Chinesenansturm zuvor zu kommen. Die Trang An Grottoes Tour ist mit Abstand das touristischste, was die Gegend zu bieten hat. Aber auch unglaublich schön. Dabei sitzt man rund 3 Stunden in einem kleinen Boot, gesteuert von zumeist älteren Frauen und lässt sich durch die herrlich grüne Landschaft und unterirdische Höhlensysteme schiffen.

Lulu?

Wir wählten die Route #3 mit der längsten Höhle der Gegend. Wenige Minuten nach dem Start, forderte uns die Ruderlady bereits auf, ihr mit den Ersatzpaddeln zur Hand zu gehen. Kein Problem. Was mich aber gestört hat, war die Schwimmwestenpflicht. Zum Einen deswegen, weil ich guter Schwimmer bin, zum Anderen, weil das Wasser ruhig und nicht mal 1 Meter tief war. Und bei den hohen Temperaturen nervt diese Weste zusätzlich.

Unterwasserpflanzen

Die Tour war dennoch absolut amazing. Die 1000 Meter lange Höhle war echt beeindruckend. Und eng. Und niedrig, sodass man auf seinen Kopf aufpassen musste.

Einfahrt zur 1000 Meter Höhle

Bei einem der insgesamt 3 Stopps konnten wir das Filmset von KONG besuchen. Nichts aufregendes, aber trotzdem cool, hier gewesen zu sein.

Nach über 3 Stunden Fahrt, kamen wir erschöpft ans Ziel. Das, obwohl wir meist nur faul im Boot saßen, aber mittlerweile zeigte das Thermometer 37 Grad (gefühlt 47, sagt Google und Google weiß alles).

Ein weiteres Highlight musste noch erledigt werden. Die Bai Dinh Pagode, oder besser gesagt, der gigantisch Komplex, bestehend aus einem Dutzend Tempeln, einer pompöser als der andere, hunderten Buddhastatuen, verteilt auf einer Gesamtfläche von 539 ha.

Eine Anlage der Superlative. So gibt es hier den mit 10 Metern Höhe größten und 100 Tonnen schwersten Bronzebuddha Asiens, den längsten überdachten Pilgerpfad, sowie die höchste Pagode Südostasiens, von welcher aus man einen unglaublichen Ausblick hat.

Wir waren etwa 3 Stunden vorort, sind dabei viele Kilometer gelaufen und haben nicht mal die Hälfte gesehen. Wir waren am Ende unserer Kräfte. Ich kann mich an keinen Tag erinnern, der so anstrengend gewesen wäre.

Hundemüde kletterten wir auf unser Motorbike und machten uns auf den 45 minütigen Heimweg. Auf halber Strecke begann es dann zu donnern und wenig später heftigst zu regnen. Der Unterstand, den wir kurzerhand auserkoren hatten, war löchrig und der starke Wind sorgte zusätzlich für nasse Füße. Es machte nicht den Eindruck, als würde der Regen abschwächen. Ganz im Gegenteil, die Tropfen wurden immer größer. Es half nichts, wir mussten weiterfahren. Eingehüllt in unsere 30-cent Regenhaut ging’s weiter, entlang der Schnellstraße, wo mit doppelter Geschwindigkeit die LKW an dir vorbeirasen. Der Regen war extrem, jeder einzelne Tropfen schmerzhaft im Gesicht. Kurz vorm Erreichen des Ziels… Sonnenschein!

Ein unbeschreiblich schöner, anstrengender, intensiver und erinnerungswürdiger Tag.

1 Kommentar zu „Trang An & Bai Dinh

  1. Trotz nasser Füße – super beeindruckend

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