Highway to hell

Wer in Asien von A nach B reisen möchte, wendet sich nicht selten an eines der unzähligen kleinen Reisebüros. Der Vorteil dabei ist, dass in der Regel die Abholung vom Hotel, sowie eventuelle Transfers (zum Beispiel von der Busstation zum Fährterminal) inkludiert sind. Derartige Rundum-sorglos Pakete sind dann nicht selten sogar günstiger, als wenn alles einzeln bezahlt werden muss.

Beispiel Saigon nach PhuQuoc:

Taxi zum Bus 200.000,- + 2 Bustickets 380.000,- + Taxi zum Pier 50.000,- + 2 Fährtickets 800.000,- = 1,430.000 VND

Übers Reisebüro, pauschal eine halbe Mille pro Person.

So wollten wir auch diesmal die Anreise nach DaLat organisieren. Die ungeduldige Dame im Reisebüro offerierte einen Preis von 350.000,- pro Person. „Inklusive Pickup vom Hotel?“ „Nein, aber das ist kein Problem.“ „Wieso kein Problem?“ „Nehmen Sie doch einfach ein Taxi!“ … haha, der war gut. Da ich mich vorab bereits schlau gemacht hatte, wusste ich, dass ein reguläres Busticket 230.000 Dong kostet. Natürlich, ein Reisebüro möchte auch etwas verdienen, aber für einen simplen Telefonanruf so viel draufzuschlagen, ist unverhältnismäßig. Wir sind ja keine Millionäre. Nun ja, eigentlich doch….

Außerdem war die Frau im Reisebüro a blede Funsn.

So haben wir unsere Fahrkarten direkt bei der Busfirma gekauft und welch freudige Überraschung, der Transfer zum Terminal war sogar inklusive.

Abfahrt eine Stunde nach Mitternacht. Die Wartezeit verbrachten wir gemütlich in unserer Wohnung, da deren Besitzerin mit einem Late-Checkout einverstanden war. Zur Geisterstund schnappten wir unser Gepäck und gingen in die Nacht hinaus. Für gewöhnlich würden wir zu dieser Zeit längst schon schlafen. Umso überraschter waren wir von der regen Geschäftigkeit in den Gassen des Backpackerviertels. Do steppt da Bär owa gewaltig. Disco Disco! Party Party! Aber nicht für uns, denn die nächsten 8 Stunden würden wir in Liegestellung im Bus verbringen. Möglicherweise auch etwas länger, sind derartige Zeitangaben doch meist eher optimistisch ausgelegt.

Nach einiger Zeit, in der ich etwas Schlaf einnehmen konnte, wurde ich unsanft geweckt, als ich im Liegesitz herumgeschleudert wurde, wie in einer Achterbahn. Mit müden Augen konnte ich mitansehn, wie der Fahrer die bergige Schnellstraße hochbretterte und dauerhupend durch kleine Dörfer raste, als gäb’s kein Morgen. Der Morgen aber graute bereits. Bedeutet, dass etwa die halbe Strecke hinter uns liegen musste. Ein kurzer Check auf Google Maps offenbarte aber die erschreckende Wahrheit. Nur noch 30 Kilometer bis DaLat. Es war kurz vor 6 Uhr in der Früh. Nach exakt 4:45 Stunden waren wir am Ziel. Über 3 Stunden schneller, als erwartet und natürlich viel zu früh, um unser Zimmer hier beziehen zu können. Glücklicherweise fand sich rasch ein nettes Café, indem es sich bis zum Check-In aushalten ließe. Vorab hatte ich dafür gesorgt, dass wir bereits um 9 Uhr einchecken könnten. Die Stunden bis dahin ertränkten wir in leckerem „Vienna Coffee“.

Unser Zimmer, das wir auch diesmal über AirBnB gebucht hatten, verfügt zwar nicht über eine Küche, dafür aber über einen Balkon mit Aussicht auf DaLat’s „Skyline“.

Schön.

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