Ungebetener Gast

Und das im doppelten Sinne. Dazu einfach weiterlesen…

Mittwoch, ein Motorrad wurde gemietet.

1 Stunde Fahrzeit bis zum schönsten Strand der Insel im äußersten Süden. Sao Beach.

Schönheit liegt im Auge des Betrachters.

Ja, der Sand ist weiß. Ja, das Wasser ist flach und ohne Wellen.

Hunderte Touristen, die sardinengleich auf den überteuerten Liegen in der Sonne brutzelten, können dies bestätigen. Und solange man sich nicht am Lärm der anderen, sowie der Jetskis und der angrenzenden Baustelle stört, könnte man es glatt paradiesisch nennen. Da darf aber der Blick auch nicht nach hinten gleiten, denn auf hunderten Metern Länge, die reinste Müllhalde.

Menschen sind Schweine.

Oder sind wir einfach schon zu verwöhnt? Nach Perhentian Besar’s Traumstränden wird’s ohnehin schwer, Eindruck zu schinden.

Ein paar schöne Bilder konnte ich dennoch schießen…

Clari schlug anschließend vor, die nächste Bucht anzusteuern. Bereits während der Fahrt wurde deutlich, hier regiert das große Geld.

Dass wir – in nassen Badesachen und sandigen Flipflops – hier nichts zu suchen hätten, wurde uns auch recht schnell klar gemacht, als wir unser knatterndes Motorbike direkt vorm Haupteingang des 5* Hotels abstellten. Aber immerhin auf sehr höfliche Art und Weise. Wenn wir demnächst im Lotto gewinnen (wird ja auch höchste Zeit), dann kommen wir hierher zurück, ins „Universitè Lamarck by JW Marriott Phu Quoc“.

Den kostenlosen Eintritt zum Tempel Trúc Lâm Hộ Quốc Zen Monastery hingegen, können wir uns heute schon leisten. Und wenn man so herzlich Willkommen geheißen wird, dann weiß man, dass man richtig ist.

Der Tempel wurde erst 2012 gebaut. Und es wird fleißig weiter gebaut. Besonders der Mönch mit Fliegerbrille, der mit dem Bagger unterwegs war, hinterließ Eindruck bei mir.

Am Heimweg stoppten wir spontan beim ökologischen Park Suôì Tranh.

Während ein Einheimischer ein paar Selfies mit mir machte, fing es überraschend an zu regnen. Und zwar so richtig heftig. Aber so schnell der Regen da war, war er auch wieder vorbei und so erreichten wir halbwegs trocken unser Resort.

Ein anstrengender Tag neigte sich dem Ende zu und alles, was wir wollten, war zu duschen und gemütlich Abend zu essen.

Zu früh gefreut, blockierte doch eine Schlange unsere Zimmertüre. Die Aufregung bei den Securities war groß und deren unentschlossene Herangehensweise ließ darauf schließen, dass der Wurm nicht ganz ungiftig sein dürfte. Als sich das Vieh unter der Terrasse verkroch, versuchten sie mit Hacken und Schaufeln, die Schlange in ihre Einzelteile zu zerlegen, leider erfolglos.

Der Blaue Krait (Bungarus candidus) ist hochgiftig und gehört zur Familie der Giftnattern. Kraits zählen zu den medizinisch relevantesten Schlangen Asiens und verursachen jedes Jahr zahlreiche Todesfälle.

Nicht unbedingt jenes Lebewesen, das ich wenige Zentimeter unter meinen Füßen wissen möchte. Entgegen aller Befürchtungen, haben wir aber ausgezeichnet geschlafen. Demnächst geht’s ohnehin wieder zurück nach Saigon (dort gibt’s nur Ratten) und dann weiter Richtung Norden.

P.S.: Jene Frage eines anderen Hotelgastes, ob es sich bei meiner Sichtung denn „auch“ um „die gelb-rote Schlange“ gehandelt hat, trägt nicht gerade zu besserem Wohlbefinden bei.

1 Kommentar zu „Ungebetener Gast

  1. Gott sei Dank ist die Schlangen Bedrohung gut vorüber gegangen!

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