Kuala Terengganu

Bei westlichen Touristen kaum bekannt, ist die Küstenstadt KT für Malaien durchaus ein beliebter Urlaubsort, wie uns ein Einheimischer verraten hat. Und genau das war auch der Grund, warum wir hier 3 Nächte bleiben wollten.

Die Ankunft am Busbahnhof verlief allerdings nicht nach Clari’s Geschmack, da sich ein paar Einheimische ganz offen über sie lustig machten. Hier zeigt sich die sehr konservative Einstellung der Muslime im Osten Malaysias.

Der Spaziergang durch das nahegelegene Chinatown stimmte sie dann wieder positiv. Einige kleine Cafés luden zum entspannten Verweilen ein. Der chinesische Tempel beeindruckte mit seinem Detailreichtum.

Am 2. Tag wollten wir zum Fischerforf. Da wir trotz „Hilfe“ der lokalen Polizei aber die Anlegestelle der Fähre nicht finden konnten und mangels weiterer konkreter Ausflugsziele, machten wir das nächstbeste und gingen zum Friseur. Die Überraschung war groß, als man uns den Preis für Waschen und Schneiden mitteilte. So kostete ersteres ganze 5 Euro pro Person. Für gewöhnlich ein Grund zur raschen Flucht, wenn denn nicht der Preis fürs Schneiden mit ebenfalls 5 (Clari 8) Euro erfreulich günstig gewesen wäre. Eine Inderin, die ihre Demotivation in keinster Weise verstecken wollte, wusch mir die Haare. Aber nicht nur das, sie rülpste, was das Zeug hielt. Und sie wusch weiter. Sie wusch und rülpste und wusch und rülpste. Zwischendurch schnaufte sie, ehe sie wieder zur Tagesordnung überging und weiterrülpste. Das Waschen dauerte unglaubliche 20 Minuten. Am Ende hatte ich keine Kopfhaut mehr, dafür aber das sauberste Haar (ja, gefühlt war es wirklich nur mehr eines), das man sich nur vorstellen kann. Das Schneiden übernahm dann eine Chinesin, die ihre Arbeit recht ordentlich erledigte.

Clari’s Kopf wurde von der Chefin höchstpersönlich bearbeitet, oder eher verunstaltet, so zumindest das abschließende Fazit. Zu kurz und nicht die modischen Wellen, wie sie die Models auf Instagram präsentieren, sondern eher ölige Dauerwelle eines Wrestlers. Aber zum Glück gibt’s im Hotel Wasser und Seife und auch ihren Lockenstab hat Clari dabei.

Da wir nicht recht wussten, was wir unternehmen könnten, entschieden wir uns tags darauf, eine Stadtrundfahrt zu machen und so vielleicht doch noch auf ein paar spannende Orte zu stoßen. Die einstündige Fahrt führte vorbei an der floating mosque, also einer Moschee, die zum Teil auf Wasser gebaut ist. Das war’s dann aber auch wieder.

Wer aber jetzt glaubt, uns hätte es in KT nicht gefallen, der irrt, denn, auch wenns keine wirklichen Attraktionen gibt, so ist das entspannte Flair und die Authentizität der Stadt eine willkommene Abwechslung zum Massentourismus.

Das vermeintliche Highlight der Stadt, die Kristallmoschee, stand zwar auch auf unserer ToDo Liste, musste aber kurzfristig gestrichen werden.

Auf geht’s nach Melaka…

2 Kommentare zu „Kuala Terengganu

  1. Die Frisur hält!
    Könntest du erreichen,was die Inderin gespeist hat?

    Liken

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