Teures Paradies

Perhentian ist teuer. So teuer, dass der vorab behobene Maximalbetrag nicht mal für eine ganze Woche gereicht hat. Problem: hier gibt’s keinen ATM, weder auf der Big Island, noch auf der Partyinsel. Auch unser Resort akzeptiert keine Kreditkarten. Einziger Ausweg, um nicht vorzeitig abreisen zu müssen, den Jungle Trek zum nächsten Strand nehmen und im dortigen Minimart einen fiktiven Kauf mit der Kreditkarte tätigen, um gegen eine satte Gebühr von 10% etwas Bargeld einzustreifen. Diesen Ausflug nutzten wir dann auch gleich, um die weiteren Strände zu begutachten.

Obwohl im Charakter ähnlich, unterscheiden sie sich jedoch grundlegend. Da gibt’s die mit den vielen Sonnenliegen, die naturbelassenen, die zugemüllten, aber auch jene, wie man sie sich wünscht.

An letzterem machten wir’s uns gemütlich und wateten durch das türkisfarbene Wasser. Keine 2 Minuten später war ich auch schon umzingelt von unzähligen farbenfrohen Fischen.

Ein schönes Gefühl, so beliebt zu sein. Dass Liebe auch wehtun kann, merkte ich, als einer der Fische mein Muttermal für ein Leckerli hielt und eiskalt reinbiss. Kleine Fische haben kleine Zähne, wie sich an der blutenden Wunde zeigte.

Um mit dem Blutstropfen nicht auch noch den großen Weißen anzulocken, legte ich mich lieber wieder in den feinen Sand.

[Auf das Thema Haie komme ich im nächsten Blogeintrag noch einmal zurück]

Als wir den Rückweg antraten, sprach uns ein Inder an, der sich die Kosten für ein Taxiboot teilen wollte. Wir bevorzugten aber die Wanderung durch den Dschungel. So schnell kanns gehen und man wird von einem Inder begleitet. Auch, als wir uns für ein Nasi Goreng in ein Restaurant setzten, wich er nicht von unserer Seite. Es war aber eine willkommene Abwechslung, mit ihm zu plaudern.

[Auch über den Inder gibt’s im nächsten Blogeintrag Neues]

Zurück im Resort, idyllisch gelegen in einem kleinen Wäldchen direkt am Strand, wurden wir von den fleißigen Mosquitos willkommen geheißen. Die vergangenen Wochen waren diesbezüglich echt entspannt, da häufig überhaupt keine Mücken unterwegs waren. Hier aber ist wieder alles beim Alten. Aber nicht nur die lästigen Lebewesen, auch die freundlicheren sind hier regelmäßig anzutreffen. Unzählige Eichhörnchen haben in den Bäumen ihren Spaß und so kanns dann auch mal vorkommen, dass du auf der Veranda sitzt und Besuch von ihnen bekommst. Göttlich auch der Anblick, als ich in die Küche ging und ein Eichhörnchen in der Pfanne saß und darauf wartete, gebraten zu werden.

Weitere Gäste sind die süßen Affen. Wenns im Gebüsch neben dir raschelt, lohnt ein genauerer Blick…

Abends kommen dann auch die Fledermäuse aus ihren Höhlen. Und zwar nicht die kleinen, denen man auch in Österreich begegnet, sondern die richtig großen Fleder“ratten“. Oder eben Flughunde. Batman wäre neidisch.

Um nächtens von den Mosquitos (und Fledermäusen) verschont zu bleiben, hängt ein Netz über unserem Bett. Umso unerfreulicher war jenes Tier, was letzte Nacht auf meinem nackten Oberkörper seine Tanzschritte übte. Eine Kakerlake. Als ich versuchte, sie des Bettes zu verweisen, suchte sie Unterschlupf in Claris Pyjama. Dass die Gastgeberin hiermit nicht einverstanden war, erklärt sich wohl von selbst. Bis das Untier endlich erlegt war, dauerte es einige Minuten. Der Rest der Nacht war dann nicht mehr so relaxt.

Aber bitte kein Mitleid, den entgangenen Schlaf holen wir jetzt in der Hängematte am Strand nach.

1 Kommentar zu „Teures Paradies

  1. Paradiesisch! Auch für die Tierwelt.

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